Donnerstag, 30. Juli 2009
Nichts gesehen
puenkt, 20:47h
"(...)Wir haben nichts gesehen.
Wir sind die Mehrheit,
und wir mischen uns nicht ein.
Wir haben eigene Probleme.
Jeder stirbt für sich allein.(...)"
(Die Ärzte - Nichts Gesehen,Musik/Text:F. Urlaub; B-Seite Lied vom Scheitern)
http://www.youtube.com/watch?v=JqsNNHCEl7o
---------------------
Egal was passiert, egal wie offensichtilich und öffentlich, egal wie grausam und makaber, nie will jemand etwas gesehen, gehört oder 'gar gerochen habe.
Mir kommt es immer häufiger so vor als würden die Gesellschaft von Heute wirklich so denken, wie Farin Urlaub es im Refrain (da oben) besingt.
Die Mehrheit will sich einfach nicht einmischen, will in ihrer kleinen eigenen Welt leben, in der sie ja schon genug Probleme hat. Probleme wie die nervende Nachbarskatze oder die beste Freundin, die das Vertrauen gebrochen hat. Klar, das ist scheiße, traurig, verletzend, aber doch kein Grund wegzusehen. Wenn Kinder eine Tür weiter geschlagen und misshandelt werde, wenn Menschen die anders Aussehen totgeschlagen werden, wenn Frauen mitten am hellichten Tag auf einem belebten Marktplatz vergewaltigt wird.
Eingreifen, Hilfe holen, Menschenleben retten,... seine Anonymität verlieren, aus seiner Welt gerissen werden, in andere Welten eintauchen. Nein, das erscheint unmöglich. Die Angst zu groß.
Verbrechen in der Realität großzügig übersehen, aber im Fernsehen fasziniert betrachten, die Menschen dort bewundern, die Verbrechen aufklären, im richtigen Moment eingreifen, aber in der Realität selber handeln? Nein, darüber nachdenken, das falsche Verhalten einsehen; niemals.
Und das ganze Unheil dann in der "Bild" lesen und sich darüber aufregen, dass keiner was getan hat.
Selber, haben sie doch NICHTS GESEHEN.
"(...)Doch irgendwann bist du es dann,
der um Hilfe schreit.
Dann bist du in der Minderheit.(...)"
(Die Ärzte - Nichts Gesehen,Musik/Text:F. Urlaub; B-Seite Lied vom Scheitern)
Wir sind die Mehrheit,
und wir mischen uns nicht ein.
Wir haben eigene Probleme.
Jeder stirbt für sich allein.(...)"
(Die Ärzte - Nichts Gesehen,Musik/Text:F. Urlaub; B-Seite Lied vom Scheitern)
http://www.youtube.com/watch?v=JqsNNHCEl7o
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Egal was passiert, egal wie offensichtilich und öffentlich, egal wie grausam und makaber, nie will jemand etwas gesehen, gehört oder 'gar gerochen habe.
Mir kommt es immer häufiger so vor als würden die Gesellschaft von Heute wirklich so denken, wie Farin Urlaub es im Refrain (da oben) besingt.
Die Mehrheit will sich einfach nicht einmischen, will in ihrer kleinen eigenen Welt leben, in der sie ja schon genug Probleme hat. Probleme wie die nervende Nachbarskatze oder die beste Freundin, die das Vertrauen gebrochen hat. Klar, das ist scheiße, traurig, verletzend, aber doch kein Grund wegzusehen. Wenn Kinder eine Tür weiter geschlagen und misshandelt werde, wenn Menschen die anders Aussehen totgeschlagen werden, wenn Frauen mitten am hellichten Tag auf einem belebten Marktplatz vergewaltigt wird.
Eingreifen, Hilfe holen, Menschenleben retten,... seine Anonymität verlieren, aus seiner Welt gerissen werden, in andere Welten eintauchen. Nein, das erscheint unmöglich. Die Angst zu groß.
Verbrechen in der Realität großzügig übersehen, aber im Fernsehen fasziniert betrachten, die Menschen dort bewundern, die Verbrechen aufklären, im richtigen Moment eingreifen, aber in der Realität selber handeln? Nein, darüber nachdenken, das falsche Verhalten einsehen; niemals.
Und das ganze Unheil dann in der "Bild" lesen und sich darüber aufregen, dass keiner was getan hat.
Selber, haben sie doch NICHTS GESEHEN.
"(...)Doch irgendwann bist du es dann,
der um Hilfe schreit.
Dann bist du in der Minderheit.(...)"
(Die Ärzte - Nichts Gesehen,Musik/Text:F. Urlaub; B-Seite Lied vom Scheitern)
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